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AUSSTELLUNG
Richard Siegmann.
Ein jüdischer Unternehmer mit Weitblick. Ein Bürger mit Gemeinsinn.
  
Die Richard-Siegmann-Ausstellung wurde verlängert bis zum 30. März 2012.
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag * 10.00 - 16.00 Uhr
Eintritt: 2 € (Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)
Die nächste Termine für Ausstellungsführungen:
* Donnerstag, 23. Februar 2012, Beginn 16.00 Uhr, mit Historiker Dr. Jan-Peter Schulze
* Sonntag, 11. März 2012, Beginn 11.00 Uhr, mit Historiker Frank Schröder
Eintritt bei Führungen: 4 € (Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)
Die Hinweise auf Richard Siegmann (1872-1943) in Rostock sind vielfältig. Vor dem Rathaus erinnert an der Straßenbahnhaltestelle ein "Stolperstein" an ihn. Eine Straße im Stadtteil Reutershagen ist nach ihm benannt, eine Stiftung trägt heute seinen Namen.
Über drei Jahrzehnte prägte Richard Siegmann, der von 1898 bis 1935 in Rostock lebte, hier das wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben mit. Als Direktor der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) bis 1935 war er der wichtigste Pionier der Verkehrs- und Tourismusentwicklung in der aufstrebenden Hansestadt. Was mit der Elektrifizierung der Straßenbahn 1904 begann, sich in den 1920er Jahren mit der Integration des Omnibusses in das Nahverkehrsnetz fortsetzte und seinen Höhepunkt in der strategischen Erweiterung des Liniennetzes erfuhr, wurde von ihm initiiert.
Richard Siegmann gehörte der Rostocker Stadtverordnetenversammlung an und war seit 1926 Präsident der Landesversammlung Jüdischer Gemeinden in Mecklenburg-Schwerin.
Dass er Jude war, spielte bis 1933 keine Rolle. Dann musste er jedoch seine Ehrenämter aufgeben und nach 37-jähriger verdienstvoller Tätigkeit auch die RSGA verlassen. Im Oktober 1943 verhungerte Richard Siegmann im KZ Theresienstadt.
Die Nationalsozialisten ermordeten fast die gesamte Familie.
Das Max-Samuel-Haus zeichnet in seiner Ausstellung das Leben und Wirken von Richard Siegmann nach. Gezeigt werden u. a. zahlreiche Archivdokumente, zeitgenössische Zeitungsartikel und selten gezeigte Fotos. Zu sehen sind auch einige technische Leihgaben der "Rostocker Nahverkehrsfreunde".
Zur Ausstellung ist das Buch Richard Siegmann ... aber wir waren Deutsche (Autor Dr. Jan-Peter Schulze) im Verlag Redieck & Schade erschienen. Das Buch kann im Max-Samuel-Haus käuflich erworben werden.
Rostocker Verkehrsgeschichte hat einen Namen: depot12.
Eine interessante Sammlung von Themen rund um Traditionen der RSAG
Termin: Sonntag, 25. März 2012, Beginn 11.00 Uhr
Treffpunkt: Straßenbahnhaltestelle Rostock-Marienehe

Nach einleitenden Worten vom Kurator der Siegmann-Ausstellung, Herrn Dr. Jan-Peter Schulze, wird Herr Rohde von den „Rostocker Nahverkehrsfreunden“ durch die Ausstellungsräume im depot12 führen und dabei so manches Wissenswertes über die Rostocker Nahverkehrsgeschichte in Vergangenheit und Gegenwart erzählen.
Das depot12 in Marienehe ist eine historische Ausstellung rund um die 130-jährige Unternehmensgeschichte der Rostocker Straßenbahn AG. Unter „depot“ versteht man – im übertragenden Sinne – für "Aufbewahrungsort" von Fahrzeugen. Über 60 Jahre waren Marienehe und die Straßenbahnlinie „12“ eng miteinander verbunden.
Der Verein der Rostocker Nahverkehrsfreunde ist ein Zusammenschluß von Mitarbeitern der RSAG und nahverkehrsinteressierten Menschen jeden Alters und beschäftigt sich ehrenamtlich mit der geschichtlichen Entwicklung des Rostocker Nahverkehrs. Das Aufgabenspektrum reicht von der Archivarbeit und Dokumentation über den Modellbau bis zur Restauration von Großexponaten, wie die des Straßenbahntriebwagens Nr. 44 zum erlebbaren Ausstellungsobjekt.
Unkostenbeitrag: 4 € (Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)
Hinweis: Um eine Voranmeldung zu dieser Veranstaltung im Büro des Max-Samuel-Hauses wird gebeten.
IN VORBEREITUNG
Ausstellung: "Die Familie Josephy. Lebenswege einer deutsch-jüdischen Familie aus Schwaan." (Arbeitstitel)
Termin der Eröffnung: Sonntag, 22. Juli 2012, Beginn 15.00 Uhr
Aktuell bereiten die Mitarbeiter des Hauses die nächste große Ausstellung vor. Historisch anschaulich und mit zahlreichen Dokumenten und Archivmaterialien belegt, wird hier das Leben und Wirken der Familie Josephy, das im mecklenburgischen Schwaan seinen Anfang nahm, über einen Zeitraum von 11 Generationen dokumentiert. Auch zu dieser Ausstellung ist eine begleitende Buchpublikation in Vorbereitung. Der Katalog wird 216 Seiten umfassen und etwa 140 farbige Abbildungen enthalten.
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