Beschreibung zum Thema Praktika, maximal zwei Sätze, sodass der text hier auf etwa drei Zeilen kommt
Das Denkstein-Projekt erinnert an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Rostock. Informieren Sie sich über Biografien, Standorte und Spenden.
Denksteine sind ein Zeichen der Erinnerung und in die Gehwege der Hansestadt Rostock eingelassen. Sie erinnern an die jüdischen Einwohner und Einwohnerinnen Rostocks, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden und durch die Shoah (Holocaust) ihr Leben verloren. Auf ihnen sind jeweils der Name, der letzte Wohnort, das Todesdatum und der Todesort eingraviert und jeder Stein wird jeweils in das Pflaster vor jenem Haus eingelassen, an dem diese Personen zuletzt gelebt oder gewirkt haben. Der „Verein der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e.V.“ (im folgenden „Förderverein“) setzt mit den Steinen jenen Menschen ein Denkmal, die durch die nationalsozialistische rassistische Verfolgung ums Leben kamen.
Denksteine sind bleibende Zeichen: greifbar, schlicht, unaufdringlich und ein Bestandteil des Stadtbildes. Hinter jedem Stein steckt eine Geschichte, ein trauriges Schicksal. Das Wirken vieler Verfolgter, derer so gedacht wird, hat bis heute Bedeutung für die Nachwelt. Von den Nationalsozialisten verfolgt, kamen viele Juden und Jüdinnen Rostocks ums Leben: Manche wurden in den Suizid getrieben, andere starben, weil ihnen lebensrettender Schutz verwehrt wurde, wieder andere wurden in Ghettos und Konzentrationslagern ermordet. Nur wenigen gelang die Flucht ins rettende Ausland, wo sie der Shoah (שואה) entkamen und überlebten. Noch viel weniger der Deportierten überlebten die ihnen zugedachte Vernichtung.
Im Jahre 2000 griff der Förderverein die Idee Gunter Demnigs auf, die erstmals 1992 in Köln verwirklicht wurde und begann auch in Rostock Steine zu verlegen. Diese Initiative führt der Verein seit 2016 als Denkstein-Projekt fort. Die „Stiftung – Spuren – Gunter Demnig“ hat 2015 der weiteren Nutzung des Begriffes Stolperstein durch die Rostocker Initiative widersprochen. Die Demnig-Stiftung hatte sich 2006 den Begriff „Stolperstein“ als geschützte Marke eintragen lassen. Sie mochte dem weiteren Gebrauch des Begriffs Stolperstein auch gegen Gebühr nicht zustimmen. Der Verein hat daher den Begriff „Denkstein“ gewählt, um auch weiterhin die vielen Beteiligten dieser Rostocker Initiative einbeziehen zu können.
Zu Beginn des Denkstein-Projektes wurden Natursteinplatten gewählt, die in die Gehwege eingesetzt wurden. Idee war es, den individuellen Schicksalen der Menschen durch individuelle Natursteine Ausdruck zu verleihen. Bis 2015 wurde dies so gehandhabt, jedoch musste dann vermehrt festgestellt werden, dass die Steinplatten recht schnell durch die Witterung angegriffen wurden. Besonders frostreiche Winter führten zur vermehrten Beschädigung der Steine, die zum Teil über die Jahre mehrfach ausgetauscht wurden.
Seit 2016 werden nun Denksteine aus Messing verlegt, die witterungsbeständiger sind. Auch ältere, beschädigte Natursteinplatten werden mittlerweile durch die Messingsteine ersetzt.
Mit einer Spende von 135 € ermöglichen Sie einen Denkstein. Auch Denksteine werden im Auge des aufmerksamen Betrachters ‚Stolpersteine‘ sein, die ihn zum Anhalten, Lesen und Nachdenken bringen. Sie möchten einen Denkstein spenden? Dann kontaktieren Sie uns gern vorab!
Hinweis: Gern stellen wir Ihnen aus Wunsch eine Spendenbescheinigung aus.
Die Steine werden ausschließlich durch Geldspenden von privaten Personen, Vereinen/Initiativen und Unternehmen finanziert
Die lange Zeitspanne von der Spende bis zur Verlegung des Denksteins hat mehrere Gründe. Zum einen müssen die Messingsteine bestellt, hergestellt und geliefert werden. Anschließend erfolgt durch das Tiefbauamt das Einsetzen der Steine in die Gehwege der Hansestadt Rostock.
Außerdem richten sich die Termine für die Denksteinverlegung und -einweihungen daran, wie Angehörige sowie Freunde und Freundinnen der ermordeten Menschen ihre Teilnahme einrichten können. Dann folgt zusätzlich die terminliche Abstimmung mit den übrigen Beteiligten (forschende Interessierte wie z.B. Schulgruppen; die Spender_innen; Vereinsmitglieder und die vielen Enthusiasten, die Steinenthüllungen feierlich gestalten).
Bild-Text-Modul: Die meiste Zeit für die Denkstein-Verlegung nimmt die Recherche in Anspruch, die zum Teil sehr aufwendig ist. Die jüdische Geschichte Rostocks ist bislang noch nicht so gut erforscht, als dass die Biographien der Menschen für die Denksteine verlegt werden, bereitliegen. Erst in den 1980er Jahren begannen erste historische Forschungen und folgten erste Veröffentlichungen. Das Team des Max-Samuel-Hauses e.V. und des Fördervereins ist recht klein. Daher kann die Recherche einiges an Zeit in Anspruch nehmen, auch weil diese gründlich gemacht wird.
Bild-Text-Modul: Nach heutigem Forschungsstand wurden etwa 100 Rostocker im Nationalsozialismus als Juden ermordet. Es ist vorgesehen für jedes Opfer einen Denkstein zu setzen. Bis zum 05. November 2025 wurden 93 Denksteine verlegt. In der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird auch derjenigen gedacht, die aufgrund ihrer Erkrankung, ihrer politischen Gesinnung oder ihres Andersseins von den Nationalsozialisten ermordet wurden. So befinden sich auf dem Gelände der ehemaligen „Nervenheilanstalt Gehlsheim“ Denksteine für Menschen, die der Euthanasie zum Opfer fielen. Diese Denksteinlegungen werden auf Initiative verschiedener Organisationen und Institutionen vorgenommen.
Zu Beginn des Denkstein-Projektes wurden Natursteinplatten gewählt, die in die Gehwege eingesetzt wurden. Idee war es, den individuellen Schicksalen der Menschen durch individuelle Natursteine Ausdruck zu verleihen. Bis 2015 wurde dies so gehandhabt, jedoch musste dann vermehrt festgestellt werden, dass die Steinplatten recht schnell durch die Witterung angegriffen wurden. Besonders frostreiche Winter führten zur vermehrten Beschädigung der Steine, die zum Teil über die Jahre mehrfach ausgetauscht wurden.
1923 wurde Max Samuel Vorsteher der Israelitischen Gemeinde Rostock, der größten jüdischen Gemeinde im damaligen Mecklenburg. In seiner Amtszeit erreichte er, dass das Landesrabbinat und der Oberrat von Schwerin nach Rostock verlegt wurden. Auch politisch war er aktiv: Nach der Novemberrevolution 1918 trat Max Samuel der im selben Jahr gegründeten Deutschen Demokratischen Partei (DDP) bei. 1930 wurde er in den Landesvorstand der Deutschen Staatspartei (DStP) gewählt, der Nachfolgerin der DDP.
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Max-Samuel-Haus
Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock
Schillerplatz 10
18055 Rostock
Ausstellung
Dienstag – Freitag
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Bürozeiten
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